765 Euro Schulden pro Kopf . Laut Gemeindefinanzstatistik sind die Orte des Bezirks mit insgesamt 30.109.694 Euro im Minus.

Von Bettina Eder. Erstellt am 22. November 2017 (05:08)
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Die Gemeindeabteilung stellt den Kommunen ein gutes (Finanz)Zeugnis aus: Bis auf wenige Ausnahmen wurden die Schulden überall verringert.

Die Gesamtschulden der 19 Gemeinden des Bezirkes Mattersburg betragen 30.109.694 Euro. Legt man dies auf die Einwohnerzahl des Bezirks um, würde dies bedeuten, dass jeder Mattersburger 765 Euro Schulden hat.

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Das ist der niedrigste Wert im Burgenland, der um ganze 318 Euro unter der durchschnittlichen Pro-Kopf-Verschuldung im Burgenland (1.082 Euro) liegt. Die höchste Pro-Kopf-Verschuldung im Bezirk hatte 2016 Marz. Mit 1.810 Euro pro Einwohnern liegt die Gemeinde aber burgenlandweit „nur“ auf Platz 148 von 171 Gemeinden.

Auf der anderen Seite des Rankings findet man Wiesen und Loipersbach, beide Gemeinden haben ihrer Schulden in den vergangenen Jahren komplett ausgemerzt. Insgesamt hat der Großteil der Gemeinden im Bezirk seine Schulden abgebaut.

Zehn Gemeinden haben "zugelegt"

Nur sieben der 10 Gemeinden haben „zugelegt“, darunter auch die Stadtgemeinde Mattersburg. Dort ebenso wie in Marz erklärt man die gestiegenen Schulden mit Investitionen. Seit 2010 seien Darlehen für sechs Großprojekte (darunter Kanal, Straßen und das Haus der Musik) für insgesamt fünf Millionen Euro aufgenommen worden. Jährlich beträgt die Schuldentilgung 700.000 Euro.

Auch bei der Freien Finanzspitze liegt der Bezirk mit 196 Euro über dem Landesschnitt von 163 Euro. Spitzenreiter und Platz vier landesweit ist Krensdorf. Dort hat die Gemeinde 546 Euro pro Bürger zur Verfügung. Am Ende der Skala findet man Hirm, mit einem Minus von 694.