Debatte um die Wulka-Öffnungen in Mattersburg. Laut Hans Tschürtz (FPÖ) gibt es durch die Öffnungen eine Geruchsbelästigung. Ortschefin Ingrid Salamon dementiert.

Von Richard Vogler. Erstellt am 18. Juni 2021 (06:24)
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Geht es nach Hans Tschürtz, so soll die Bevölkerung bei der Gestaltung der Öffnungen miteingebunden werden. „Hier ist er etwas spät dran, dies ist schon passiert“, hält Ingrid Salamon entgegen.
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Die Bachdeckensanierung schreitet voran, aktuell befindet sich in der Gustav Degangasse eine Baustelle. Die Art und Weise der Umsetzung ruft nun FPÖ-Klubobmann Hans Tschürtz mit Kritik auf den Plan „Anscheinend sollen die Öffnungen so gestaltet werden, dass diese eine Aufwertung der Innenstadt darstellen. Die Sichtbarmachung der Wulka ist aber schon jetzt im Bereich der Apotheke keine Aufwertung der Innenstadt. Neben dem Unrat, welcher im Bach sichtbar ist, kommt auch ein unangenehmer Geruch zum Vorschein. Die Öffnungsgestaltungen müssen unbedingt mit der Bevölkerung durchgeführt werden“, hält Tschürtz in einer Aussendung fest.

Tschürtz fordert die Gemeindevertretung weiters auf, jedem Haushalt die verschiedenen Entwürfe zu schicken, wo die Bevölkerung die Möglichkeit hat, einen der Entwürfe anzukreuzen und ohne Postgebühr ans Rathaus zu retournieren. SPÖ-Bürgermeisterin Ingrid Salamon hält entgegen, dass die „Sache mit der Geruchsbelästigung einfach ein Blödsinn ist.

Der Kanal liegt unter der Bachdecke, da kann gar kein Gestank rauskommen, alle anderen Anschlüsse werden von der Wasserbauaufsicht des Landes kontrolliert. Es gibt auch sehr gute Messungen, die Belichtungen wurden für die Vegetation geschaffen. Hier verlasse ich mich auf die Fachleute.“ Wie die BVZ bereits berichtete, wurde bei der Planung der neuen Bachdecke auf den ökologischen Aspekt großer Wert gelegt. „Ziel ist es, den ökologischen Zustand der Wulka zu verbessern und das Gewässer wieder sichtbar und für die Bevölkerung erlebbar zu machen“, erklärt Bürgermeisterin Ingrid Salamon.

Dafür werden in regelmäßigen Abständen Öffnungen errichtet und dazwischen mit Gitterschachtdeckeln punktuell Lichteinfall ermöglicht. Auch Helmut Höfler vom Brückenbauamt der Landesregierung, entgegnet, dass „es sicher keine Geruchsbelästigung geben wird. Ich denke, dies hat Herr Tschürtz von einem Anrainer, der Sorge darum hatte, dass es durch die neue Bachdeckengestaltung Probleme mit seiner Zufahrt geben könnte.“

Bezüglich der Forderung von Tschürtz, die Bevölkerung bei der Gestaltung der Bachdeckenöffnungen mitreden zu lassen, hält Salamon fest: „Hier ist er etwas spät dran, dies ist schon passiert. Bereits bei der Planung für dieses Projekt sind die Mattersburger eingeladen worden, mitzusprechen.“