Hotelanlage in Henndorf zu verkaufen. Unternehmer Harald Krainz will Familienhotel, Tenniscenter und Restaurant in Henndorf verkaufen. Rund eine Million möchte er für das rund 28.000 Quadratmeter-Areal.

Von David Marousek. Erstellt am 22. April 2021 (05:02)
Im Stile der US-Open wurde die Tennishalle erst im vergangenen Winter für rund 100.000 Euro renoviert. Gespielt werden konnte seit dem Umbau aufgrund der Corona-Maßnahmen nicht mehr.
Harald Krainz, Harald Krainz

Auf den einschlägigen Immobilienportalen findet sich ein Inserat der Henndorfer Anlage. Unternehmer Harald Krainz bestätigte auf BVZ-Anfrage den geplanten Verkauf: „Das ist richtig, wobei ich das Vitalhotel weiterbetreiben will.“ Konkret geht es um das Sporthotel, das Restaurant und die Tennishalle mit allen Plätzen. Diese wurden erst im vergangenen Winter um rund 100.000 Euro saniert.

Kein Nachfolger, deshalb Verkauf angedacht

Harald Krainz verkauft einen Teil seiner Liegenschaften, laut eigener Aussage ohne Not: „Ich habe keine Eile.“
BVZ

„Alles wurde auf Vordermann gebracht. Ich verkaufe nicht, weil es mir schlecht geht, sondern weil ich in einem gewissen Alter bin und keinen Nachfolger habe“, erklärt der Jennersdorfer. „Die Leute brauchen nicht glauben, dass man sich das jetzt als Schnäppchen unter die Nägel reißt“, ergänzt Krainz. Die Tennisanlage sei „jungfräulich“ und seit dem Umbau noch nicht bespielt worden. Neben einem neuen Spielteppich gibt es auch eine LED-Beleuchtung.

„Das ist die schönste Halle weit und breit“, ist Krainz stolz auf den Umbau. Diese soll der heimische Tennisverein auch weiter nutzen können. Hier war früher der ehemalige Profi Thomas Muster öfters zu Gast. „Ich war bis 1986 sein Coach“, erklärt Krainz.

Der Hotel-Komplex steht sowohl gesamt, als auch einzeln zum Verkauf bereit.
Marousek, Marousek

Rund eine Million Euro möchte der Unternehmer für die gesamte Anlage, die rund 28.000 Quadratmeter umfasst und nur 400 Meter entfernt der Therme Bad Loipersdorf liegt. Darin enthalten sind ein Familienhotel mit 16 Doppelzimmern, das Restaurant „Kaminstube“ mit rund 115 Sitzplätzen im Inneren und das Tenniscenter mit drei Hallen- und vier Außenplätzen.

Das so ein Gebäude nicht nach wenigen Tagen verkauft ist, sei dem Unternehmer klar. Als „Zuckerl“ gibt es zu den bestehenden Gebäuden noch 13.000 Quadratmeter baugewidmeten Grund oben drauf. „Man wird nicht jünger, ich will von meinen Jahren im Alter noch etwas haben“, so Krainz.

Dennoch will der Jennersdorfer beim Verkauf geduldig bleiben. „Ich habe insgesamt 35.000 Quadratmeter Grund, von einem Teil will ich mich trennen.“ Der neue Eigentümer soll auf jeden Fall ein gewisses Faible zum Tennissport aufweisen. „Er muss den Sport und die Anlage zu schätzen wissen“, erklärt Krainz.