Weltweit mehr als 30,5 Millionen Coronavirus-Fälle. Laut einer Zählung der Nachrichtenagentur Reuters haben sich weltweit inzwischen mehr als 30,55 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert und fast eine Million sind gestorben. Die USA bleiben mit rund 6,7 Millionen bestätigten Fällen und fast 200.000 Toten das am stärksten betroffene Land gefolgt von Indien und Brasilien.

. Erstellt am 19. September 2020 (19:23)
Auch in Deutschland steigen die Infektionszahlen an
APA/dpa

Großbritannien verzeichnete 4.422 Neuinfektionen binnen eines Tages. Das sind 100 mehr als am Vortag. Die Zahl stellt die größte tägliche Zunahme an Neuinfektionen seit dem 8. Mai dar. In Deutschland meldeten die Gesundheitsämter innerhalb eines Tages 2.297 neue Corona-Infektionen, wie das Robert Koch-Institut (RKI) Samstagfrüh bekannt gab. Die Polizei in Berlin beendete in der Nacht zudem mehrere "Corona-Partys" mit hunderten Teilnehmern.

Gleich mehrere osteuropäische Länder haben am Samstag neue Rekordstände ihrer Corona-Neuinfektionen gemeldet. In Polen wurden binnen 24 Stunden 1.002 Neuansteckungen mit dem Coronavirus registriert. Auch die Slowakei und Litauen meldeten am Samstag den höchsten Stand der Neuinfektionen seit Beginn der Pandemie.

"Die Zahlen, die wir heute haben, sind das Ergebnis einer Rückkehr der Menschen zu einem normalen Alltag, der Rückkehr an die Arbeit", erklärte ein Sprecher des polnischen Gesundheitsministeriums. Im 38-Millionen-Einwohner-Land Polen wurden bisher 78.330 Corona-Infektionen nachgewiesen. Die Zahl der Corona-Toten stieg am Samstag um zwölf auf 2.300.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte den Anstieg der Corona-Infektionen in Europa am Donnerstag als "alarmierend" bezeichnet. Mehrere europäische Länder, darunter Österreich und Großbritannien, verschärften in den vergangenen Tagen ihre Regeln zur Eindämmung der Pandemie.

Indes wird in Israel der zweite landesweite Lockdown zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie weitgehend befolgt. Auf den Straßen in Tel Aviv etwa waren am Samstag nur vereinzelt Autos zu sehen. Auch Menschen waren kaum unterwegs. Nach Medienberichten gab es allerdings am Strand der Küstenstadt einen kleineren Protest. Dem Nachrichtenportal ynet zufolge demonstrierten dort etwa 100 Menschen gegen die neuen Vorschriften.

Die Restriktionen gelten seit Freitagnachmittag für drei Wochen. Die Menschen dürfen sich nur in Ausnahmefällen - wie etwa dem Weg zur Arbeit oder zu Demonstrationen - weiter als 1.000 Meter von ihrem Zuhause entfernen, Fahrten zwischen einzelnen Städten sind verboten.