Traumhochzeit mit professioneller Hilfe. Elisabeth Brandl ist Wedding-Planerin und Lehrgangsleiterin für Eventmanagement und Wedding-Planner am WIFI in Eisenstadt. Sie weiß, worauf es bei der Planung ankommt.

Erstellt am 18. März 2021 (14:47)
Profi am Werk. Elisabeth Brandl (l.) begleitet Brautpaare am Weg zu ihrer perfekten Hochzeitsfeier.
Weinwurm, Weinwurm

BVZ: Warum zahlt es sich aus, einen Hochzeitsplaner zu engagieren?

Elisabeth Brandl: Die Einmaligkeit dieses Festes wäre schon Grund genug, sich von einem Experten begleiten zu lassen. Tatsächlich nehmen viele Hochzeiten Dimensionen an, die einem professionellen Event um nichts nachstehen. Auf den ersten Blick werden meist nur die praktischen Vorteile gesehen: Zeitersparnis, Marktkenntnisse, realistische Preiseinschätzungen, Nervenschonung aber auch besondere Wünsche gut umzusetzen. Dabei ist es viel mehr. Mir ist es ein Anliegen, dass meine Paare den Weg bis zur Hochzeit schon als eine ganz besondere und schöne Zeit erleben. Gäste und Brautpaar sollen viele emotionale Momente erleben. Diese „magic moments“ wollen eingeladen werden.

BVZ: Worauf sollte man generell bei der Planung einer Hochzeit achten?

Elisabeth Brandl: Für die meisten Paare ist die Hochzeit absolutes Neuland. Ein Beratungsgespräch bei einem erfahrenen Profi am Beginn der Planung ist eine gute Sache, um sich einen Überblick und Orientierung zu verschaffen. Auch, wenn es um das Budget geht.

BVZ: Wann sollte man am besten mit der Planung und Organisation beginnen?

Elisabeth Brandl: Das kommt auf den Anspruch an die Hochzeit, das Programm und das Tempo des Brautpaares an. In der Regel braucht’s ein gutes Jahr. Ich habe aber auch schon in zwei Monaten gezaubert. Das war allerdings vor Corona – die Verschiebungen von 2020 und jetzt auch schon 2021 haben neue Regeln aufgestellt.

BVZ: Kann man aufgrund der aktuellen Lage rund um Corona heuer überhaupt planen und wie kann man sich absichern?

Elisabeth Brandl: Ich rate meinen Paaren gerne zur Klarheit – und somit zu einem halbwegs realistischen Termin frühestens im Herbst/Winter 2021. Das ist zwar im ersten Moment nicht so attraktiv, aber die Vorbereitung wird in vielen Phasen kreativer und ich achte auch sehr darauf, dass der Spaß nicht auf der Strecke bleibt. Wer es 2021 trotzdem wagt, der kann für den Veranstalterschutzschirm des Bundesministeriums für Tourismus einreichen – das geht allerdings nur mit und über einen gewerblich tätigen Wedding-Planner, der ein Konzept dafür erstellt.