Klares Ja zu Straßennamen in Rohr. Die von der SPÖ initiierte Volksbefragung über die Einführung von Straßennamen brachte ein klares Ergebnis: 59,7 Prozent der Bürger sprachen sich für ein Ja aus.

Von Carina Fenz. Erstellt am 15. Oktober 2020 (04:36)

Das Ergebnis der Volksbefragung ist klar: Bei einer Wahlbeteiligung von 69,4 Prozent (268 abgegebene Stimmen) sprachen sich 59,7 Prozent (160 Stimmen) für die Einführung von Straßennamen aus. Für Ortschef Gernot Kremsner (Liste Rohr) ein Ergebnis, das bindend ist. „Die Umsetzung soll jedoch überlegt erfolgen und kein Schnellschuss sein. Wir müssen jetzt einmal unseren Flächenwidmungsplan überarbeiten und dazu muss auch das örtliche Entwicklungskonzept evaluiert werden, das sieht das neue Raumplanungskonzept so vor“, erklärt Kremsner, der davon ausgeht, dass die neuen Straßenbezeichnungen in spätestens drei Jahren kommen sollen.

Beschlossen werden soll die Umsetzung im November vom Gemeinderat. Auch eine neue Postleitzahl werde man beantragen – Rohr hat derzeit mit 7551 dieselbe Postleitzahl wie Stegersbach. Die Kosten für die Umstellung belaufen sich auf rund 10.000 Euro. Auf die Frage, welche Wunschnamen für Straßen er sich vorstelle, meint der Ortschef: „Die aktuelle Unordnung der Hausnummern hat einen gewissen Charme, den kann ich mir auch für Straßennamen vorstellen. Moorweg würde da beispielsweise besser klingen als Hauptstraße“, so Kremsner.

Für die SPÖ, die die Volksbefragung initiiert hat, „spricht das Ergebnis Bände“, wie Gemeindevorstand Kevin Friedl meint. „Ich bin froh, dass die Mehrheit, die immer für neue Bezeichnungen waren, endlich gehört wurde. Das ist ein Demokratiesieg und ein Auftrag, die Umsetzung schnell voranzutreiben“, mein Friedl, der spätestens in zwei Jahren die neuen Bezeichnungen — unter Einbeziehung der Bevölkerung — umgesetzt haben will. „Ich jedenfalls würde mich freuen, wenn einige alte Riednamen als neue Straßennamen verwendet werden“, meint Friedl.