Bald schon Chalets in Rauchwart. Der Heurige hat einen neuen Besitzer gefunden: Karl Trummer aus Stegersbach.

Von Silke Katschner. Erstellt am 06. Mai 2021 (05:04)
Karl Trummer
zVg

Den Namen Trummer verbinden viele mit den Fruchtsäften aus Stegersbach. Eben dieser Trummer hat nach kurzer Bedenkzeit die Riegelbergschenke in Rauchwart gekauft, inklusive einigen Hektar Acker und Wiese, die am Gebäude angrenzen.

Karl Trummer erzählt von seinen Zukunftsplänen nach dem Erwerb des Areals vor etwa einem Monat: „Alles, was der Trummer angreift, hat Hand und Fuß! Helmut Hanzl war scheinbar glücklos mit den Betreibern, da hab‘ ich mir das angeschaut und weil die Grundstücksgröße auch gut passt, habe ich das mehr oder weniger über Nacht entschieden und gekauft.

Da ist nicht nur der Heuriger, sondern auch Bauland, das man nutzen kann. Mit der Bürgermeisterin und Investoren wurden bereits Gespräche geführt, und zwei Hektar könnte man Umwidmen und dort Chalets oder Appartements errichten. Ich nenne das dann nicht ‚Wohnen am See‘ sondern ‚Wohnen hinterm See‘! Und heute heißt es nicht mehr Flucht in die Stadt, sondern Flucht aufs Land. Momentan sind wir in der Prüfungsphase und schauen, wer was wo macht“, lässt Trummer über seine Visionen wissen. Auf die Thematik der Bodenversiegelung angesprochen, reagierte Trummer ausweichend: „Es wird eh immer so viel verbaut. Rauchwart muss touristisch mehr belebt werden.“

Bürgermeisterin Michaela Raber zeigte sich nach der Konfrontation mit den Plänen etwas überrascht: „Bis jetzt gab es erst ein Gespräch, und über so konkrete Pläne von Chalets und Appartements weiß ich ehrlich gesagt nichts Genaueres. Man hat zu mir gesagt, dass der Heuriger allein nicht so gut gehen würde.“ Raber meinte zum selben Thema: „Ich bin auch nicht dafür, zuviel zu versiegeln, aber die Gemeinde wird sich solchen Projekten nicht in den Weg stellen oder sie verhindern.“