Nicht alles Gold, was glänzt. über den Südburgenlandbus, der trotz Erfolg auch Kritik einstecken muss — berechtigt?

Von Carina Fenz. Erstellt am 29. Juli 2021 (05:37)

Seit etwas mehr als einem halben Jahr betreibt die landeseigene Gesellschaft Verkehrsbetriebe Burgenland GmbH (VBB) den Südburgenlandbus, der wie es der Name schon sagt, das Südburgenland mit Graz verbindet. In Sachen Fahrgastzahlen freut man sich über die stetige Steigerung – Höhepunkt war die letzte Schulwoche mit 274 Kunden.

Angesichts der steigenden Nachfrage kommt es jetzt auch mit 1. September zu einer Ausweitung aller Linien an Werktagen von sechs auf acht Kurspaare. Geht es nach Verkehrslandesrat Heinrich Dorner, dann habe es sich „als goldrichtig erwiesen“, dass mit der VBB eine eigene Landesgesellschaft gegründet wurde, die die Busverkehrsleistung ausübt. Die Adaptierung und Anpassung von Fahrplänen sei, so Dorner, leichter.

Zudem könne man die Fahrpläne so erstellen, dass sie auf die aktuell bestehenden Kurse aus den umliegenden Gemeinden abgestimmt sind. Kritik kommt hier wieder einmal von VP-Verkehrssprecher Georg Rosner, der den Ausbau zwar begrüßt, aber die Verstaatlichung kritisiert. Geht es nach Rosner, dann wäre es sinnvoller und leistbarer, Ressourcen privater Busunternehmen zu nutzen. Denkt man an die kürzliche Insolvenz des Busunternehmens Felber in Gerersdorf, dann ist das ein schlagendes Argument.