Volksschul-Neubau: Architekten am Zug. Wettbewerb hat 17 Interessenten für den Bau der Volksschule eingebracht. Nun folgen eine engere Auswahl und eine Begehung.

Von Dorothea Müllner-Frühwirth. Erstellt am 21. Januar 2021 (05:15)
Der Bau aus den 50er-Jahren hat als Volksschule ausgedient, die weitere Verwendung ist noch offen.
BVZ

Die Planungsarbeiten für den Neubau der Volksschule gehen in die nächste Phase. Nach dem Grundsatzbeschluss im Gemeinderat im Juli 2019 wurde ein EU-weiter Architektenwettbewerb ausgeschrieben, aus dem jetzt 17 Bewerbungen hervorgingen. Eine Jury soll daraus die besten acht Kandidaten herausfiltern, die mit einer Vorplanung beauftragt werden. Danach tritt die Jury wieder zusammen, um sich für ein Projekt zu entscheiden.

Schulzentrum für Schule der Zukunft

Bürgermeister Vinzenz Knor legt großen Wert darauf, dass das neue Gebäude den Anforderungen der Zeit gerecht wird und hat den Architektenwettbewerb deshalb unter das Motto „Schule der Zukunft“ gestellt. „Wir wollen die beste Lösung für Schülerinnen und Schüler, sowie für Lehrerinnen und Lehrer“, erklärt Knor.

Fest steht jedenfalls bereits der Standort, der neben der bestehenden Mittelschule sein wird. „In dem Gebäude werden außerdem noch die Allgemeine Sonderschule und die Musikschule untergebracht sein“, ergänzt Bürgermeister Vinzenz Knor. „Wir haben dann mit der danebenliegenden ecole, der Mittelschule und dem BORG ein ideales Schulzentrum.“

Anbau an Mittelschule soll geprüft werden

Gestartet werden soll mit den Bauarbeiten 2022, die Kostenschätzungen liegen bei rund 10 Millionen Euro. Eine Tatsache, die ÖVP-Vizebürgermeister Alois Mondschein noch etwas verunsichert. „Es sind sowohl im kurz- als auch im mittelfristigen Finanzplan der Stadt Güssing keinerlei Vorkehrungen dafür getroffen worden.“ Er regt außerdem dazu an, einen möglichen Anbau an die Mittelschule Güssing zu prüfen: „Ein Anbau und eine gleichzeitige Renovierung der Mittelschule könnte die Situation für Schüler, Eltern und Lehrer verbessern und noch dazu für die Stadt Geld sparen.“ Mondschein plädiert dabei für eine gezielte Kommunikation: „Im nächsten Schritt wird es eine Begehung der Örtlichkeiten geben, bei der ich übrigens gerne dabei wäre. Dort sollen den Architektenteams auch die Wünsche der Stadt Güssing als Auftraggeber kommuniziert werden. Die ÖVP Güssing spricht sich dafür aus, den Architekten ganz konkrete und eindeutige Vorgaben zu machen, wie die Prüfung eines Anbaus, oder zumindest die Berücksichtigung eines wetterfesten Übergangs von der neuen Volksschule zur Mittelschule, um diverse Räume gemeinsam nutzen zu können. Für ihre Lösungsansätze sollen die Architekten aber die größtmögliche kreative Freiheit erhalten.“