Großhöflein: Ein Bergmarsch für Flachländer. Von der Großhöfleiner Kirche aus führt der zehn Kilometer lange Marterlweg durch das Leithagebirge.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 22. Januar 2021 (04:34)

Mitten im Ortskern starten die Marterlwege: Die Nord-Route führt vorbei an Marterln, Skulpturen und Kapellen. Aber auch die typisch burgenländischen Landschaften und die in Pannonien ungewohnten Höhenmeter machen die beiden Wege in Großhöflein zur perfekten Wanderroute.

Beschilderung. Der Marterlweg ist gut beschildert — meistens.
Peter Wagentristl

Stellenweise kreuzt man auch den Zentralalpenweg, liebevoll „02er“ genannt. Richtung Süden führt der Weg an zwölf Bildstöcken vorbei über eine 11,7 Kilometer lange Runde (Gehzeit circa 3.15 Stunden)zwischen Föllik und Leithagebirge. Nach Norden führt der Weg über die steilen Großhöfleiner Straßen — zum Wetter passend vorbei an der Statue „Maria Schnee“ — in den Wald. Am Ende der Waldgasse beginnt der 2002 geweihte „Kreuzweg am weißen Weg“, künstlerisch gestaltet vom gebürtigen Großhöfleiner Rudi Pinter.

Neue Skulpturen und Marterl aus 1656

Weiter geht es in die Ried Gloria, wo Familie Kollwentz ein Marien-Marterl im Weingarten aufstellen ließ. Gestaltet wurde die Skulptur von Bildhauer Thomas Resetarits. Weiters findet sich ein gemütliches Bankerl neben einer Aussichtswarte, beides geht ebenfalls aufs Konto der Familie Kollwentz. Am Wallfahrtsweg nach Loretto geht es dann weiter bergauf, wenn der Wald sich lichtet, bietet sich ein wunderbarer Ausblick Richtung Rosalia.

Das heilige Grab. Das Steingebäude wurde zwischen 2013 und 2015 im Auftrag von Stefan Erdt und Johann Zonschits errichtet.
Peter Wagentristl

Der Weg führt auch am ältesten Marterl von Großhöflein, dem Weißen Kreuz aus dem Jahr 1656, vorbei. Mit dem Schwarzen und dem Zöchmeister Kreuz weisen sie den Weg nach Loretto — wohin seit dem Pestjahr 1649 jährlich gepilgert wird. Jüngster Neuzugang am Marterlweg ist die Hubertus-Kapelle. Den Baugrund dafür stellte die Pfarre zur Verfügung, die Jagdgesellschaft erbaute dort in Eigenregie 2018 die Kapelle zu Ehren des Jagdpatrons.

Schließlich geht es wieder bergab, zurück in den Ort. Nach etwa drei Stunden ist man wieder zurück beim Ausgangspunkt bei der Großhöfleiner Kirche.