Die Wasserrettung: Voller Einsatz am See. Von der Oggauer Einsatzstelle aus sorgen Leiter Stefan Ferschich, sein Team und „Hans“ für Sicherheit am Neusiedler See.

Von Daniel Hahofer. Erstellt am 10. Mai 2021 (04:22)
Sicher. Die Wasserrettung ist mit Boot „Hans“ im Einsatz.
zVg, zVg

Die Arbeit der burgenländischen Wasserrettung stützt sich auf zwei Säulen: Zum einen auf die Prävention in Form der Schwimmausbildung, zum anderen auf den Einsatzdienst. Von Oggau aus kümmert sie sich um die Überwachung verschiedenster Veranstaltungen am Neusiedler See und steht im Falle einer Notsituation zu Wasser bereit.

Vor Ort verfügt man über knapp 260 Mitglieder, ungefähr 30 davon befinden sich im aktiven Dienst. „Unsere Mitglieder sind ehrenamtlich tätig. Zum Teil finanzieren sie sich sogar ihre Uniformen selbst“, erklärt Einsatzstellenleiter Stefan Ferschich.

Neben dem umfangreichen Personal verfügt die Wasserrettung in Oggau auch über ein Rettungsboot. Dieses wurde liebevoll auf den Namen „Hans“ getauft und erleichtert der Wasserrettung den Alltag im seichten Gewässer.

Mit „Hans“ für jeden Einsatz gerüstet

„Die geringe Wassertiefe war gegen Ende ein großes Problem für unser altes Boot. Das neue hingegen ist optimal an den derzeit niedrigen Wasserstand angepasst und ermöglicht eine problemlose Annährung an Personen im Wasser“, so Ferschich.

Im Jahr 2021 hielt sich die Not auf See bisher in Grenzen, doch im Vorjahr kam es aber zu einigen Einsätzen. Etwa „als eine Person mit Atemkreislaufstillstand im Schilf aufgefunden wurde. Glücklicherweise lockerte sich die Situation rasch und es stellte sich anders heraus als zu Beginn dargestellt“, erzählt der Einsatzstellenleiter. Jährlich kommt es zu sieben bis 15 Alarmeinsätzen. Dabei beläuft sich der Aufgabenbereich der Wasserrettung meist auf die Personenrettung und -versorgung.

Während die weiterhin anhaltende Pandemiesituation der Wasserrettung unzählige Möglichkeiten zur Ausbildung raubt, verharrte man nicht im Ruhezustand: „Wassertechnisch ist momentan wenig bis gar nichts möglich. Allerdings konnten wir online massenhaft theoretisches Wissen vermitteln.“

Einsatzstellenleiter Stefan Ferschich selbst ist seit mittlerweile 15 Jahren Teil der Wasserrettung. Seine Faszination für den Tauchsport brachte ihn in Verbindung mit dem Verband: „Ich war auf der Suche nach Tauchpartnern. Auf den Rat eines Bekannten hin, trat ich hierbei in Kontakt mit der Wasserrettung“, meint Ferschich. „Ich war von Beginn an von der Kameradschaft und dem Zusammenhalt begeistert und deshalb bin ich auch heute noch dabei!“

In seiner Dienstzeit hat er von Sturmeinsätzen bis hin zu Suchaktionen bereits einiges erlebt. Für die Zukunft hofft er weiterhin auf steigende Mitgliederzahlen der Wasserrettung. „Um einen solchen Dienst aufrecht zu erhalten, benötigt man Personal“, betont der Einsatzstellenleiter. Er freue sich über jedes neue Mitglied.