SPÖ: Kropf wird Vizebürgermeister in Eisenstadt. Nach langen Diskussionen wurde nun ein neuer Kandidat für den SPÖ-Vizebürgermeister-Posten gefunden: Otto Kropf.

Von Markus Wagentristl. Erstellt am 22. Oktober 2020 (05:11)
Vizebürgermeister in spe. Otto Kropf soll die SPÖ-Eisenstadt wieder vereinen.
BVZ-Archiv

Die Eisenstädter SPÖ wird für die Gemeinderatssitzung am 3. November Otto Kropf als Vizebürgermeister nominieren. Als Stadtrat wird der langjährige Gemeinderat Richard Mikats nominiert.

Die Nominierung wurde notwendig, da der zeitgleiche Rücktritt der damaligen Vizebürgermeisterin Lisa Vogl, Stadträtin Renée Maria Wisak und SP-Klubobfrau Beatrix Wagner Ende September wirksam wurde. Aufgrund des Wahlergebnisses 2017 (22 Prozent) steht der SPÖ je ein Vizebürgermeister und ein Stadtrat zu.

Otto Kropf ist erfahrenen BVZ-Lesern kein Unbekannter, er war bis 2012 im Eisenstädter Gemeinderat, wo er auch Klubobmann der SPÖ-Fraktion war. Kropf weiß also, wovon er spricht, wenn er „konstruktiv, aber auch kritisch“ mit der ÖVP zusammenarbeiten will. Das Hauptaugenmerk liegt aber auf den eigenen Reihen: „Für uns ist wichtig, dass wir alle an einem Strang ziehen und, dass uns die Eisenstädter als Einheit wahrnehmen.“

Ziel: Stadt-SPÖ soll wieder Einheit werden

Die Chancen, dass Kropf die internen Wogen nach den Rücktritten glätten kann, stehen gut, wie seine erste Personalie zeigt: Beatrix Wagner konnte überzeugt werden, doch noch Klubobfrau zu bleiben. Heinz Mock galt Gerüchten zufolge als heißester Kandidat für den roten Stadtpartei-Chefposten, er wird sich aber nun parteiintern um den Gemeinderats-Wahlkampf 2022 kümmern. „Wir arbeiten derzeit an einer Strategie und werden uns auf drei Hauptthemen konzentrieren“, so Mock. Er verrät: „Eines davon wird sicherlich der Verkehr sein.“

Bei Kropfs letzter Wahl 2012 holte die SPÖ 28 Prozent, bei der Wahl 2017 waren es 22. Ob er auch Spitzenkandidat bei der Wahl 2022 wird, werde die neue Gesamt-Strategie weisen. Bei seinem Abgang vor acht Jahren meinte Kropf zur BVZ: „Ich kann mir ein Polit-Comeback gut vorstellen.“ Heute lacht er: „So, habe ich das damals nicht gemeint.“