Großhöflien: Streit um Reihenhäuser und Umwidmung. Die Mehrheit des Gemeinderats sprach sich für Abwarten der Bebauungsrichtlinien aus, um einer Umwidmung zuzustimmen.

Von Doris Fischer. Erstellt am 31. Juli 2020 (05:24)
Symbolbild
Shutterstock/Denis Kuvaev

Zwei große Themen standen auf der Agenda der jüngsten Gemeinderatssitzung: Das umstrittene Wohnbauprojekt in der Dammgasse und die Veranlagung von Gemeindegeldern in der im Zuge des Bilanzskandals geschlossenen Commerzialbank Mattersburg. Bürgermeister Heinz Heidenreich (SPÖ) informierte den Gemeinderat über den aktuellen Stand der Dinge.

Hitziger ging es aber bei dem Tagesordnungspunkt Umwidmung Dammgasse zu. „Die SPÖ hat die Umwidmung des Grundstückes in der Dammgasse vorgeschlagen“, lässt Bürgermeister Heinz Heidenreich wissen. Die Mehrheit wollte das nicht. „Wir wollen warten bis die Bebauungsrichtlinien vorliegen“, begründet Vizebürgermeisterin Maria Zoffmann (ÖVP) ihre Haltung. Bereits einmal war die Umwidmung schon Thema im Gemeinderat. „Damals haben wir uns darauf geeinigt, Bebauungsrichtlinien zu erstellen und diese abzuwarten. Erst dann wird entschieden“, berichtet die Vizebürgermeisterin. Und auch bei der jüngsten Sitzung war die Umwidmung Thema. Aber: Bebauungsrichtlinien gibt es noch immer nicht.

Bauprojekt. In der Dammgasse sollen zwölf Reihenhäuser errichtet werden. Es fehlt noch die Umwidmung des Grundstückes.
zVg

„Hätte ich für die Umwidmung gestimmt, würde ich mir widersprechen und nicht glaubwürdig sein“, merkt Zoffmann an und ergänzt: „Wenn die Bebauungsrichtlinien fertig sind und wenn alles passt, werden wir auch zustimmen.“ Bürgermeister Heidenreich informierte dann über die rechtliche Lage. „Wir werden mit einer Klage rechnen müssen, wenn wir nicht umwidmen“, betonte der Bürgermeister. Immerhin gehört das Grundstück einem Bauunternehmen, das hier zwölf Einzelhäuser errichten möchte. „Es wäre ein schönes Projekt mit zwölf Reihenhäusern. Bedarf ist auf jeden Fall gegeben“, ist sich Heidenreich sicher. Aber nicht jeder ist von dem Projekt begeistert. So wurden dem Bürgermeister im Vorfeld 705 Unterschriften gegen das Projekt übergeben. Sie wollen weder die Umwidmung noch die Reihenhäuser. Abschließend möchte auch Heidenreich einen Wunsch deponieren: „Vieles war unter der Gürtellinie. Ich fordere ein besseres Gesprächsklima.“