Diskussion über Urnengräber in Donnerskirchen. Erstmals will Donnerskirchen Urnengräber anbieten. Über die Ausführung waren sich ÖVP und SPÖ nicht einig.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 19. Oktober 2020 (06:04)

Der Donnerskirchner Gemeinderat beschloss kürzlich unter anderem, Urnengräber am Friedhof errichten zu lassen. „Das ist das erste Mal, dass die Gemeinde dies anbietet“, so Bürgermeister Johannes Mezgolits (ÖVP).

Es gab aber Diskussionen zur Umsetzung. „Wir haben ein Angebot von einem Kärtner Anbieter. Hierbei handelt es sich um Säulen, in denen bis zu sechs Urnen beigesetzt werden können. Durch ein Erdurnenrohr besteht auch die Möglichkeit biologisch abbaubare Urnen beizusetzen“, so Mezgolits.

Die SPÖ schlug hingegen die Errichtung einer Urnenwand vor, „wie es sie etwa in Breitenbrunn oder Purbach schon gibt“, so Vizebürgermeister Elmar Rohrer (SPÖ). Er sagt: „Wir haben ein Angebot der Firma Osliper Betonwerke Kummer. Die Wand besteht aus Sandstein und bietet vier Urnen pro Grab Platz. Die Wand selbst ist erweiterbar. Man könnte mit einem gepflasterten Platz davor ein schönes Ensemble schaffen.“ Allerdings wären hier die Kosten höher: „Das kostet mit rund 10.000 Euro mehr. Die Arbeiten für die Grundfeste und das Pflastern könnte die Gemeinde aber selbst machen“,so Rohrer.

„Schöner, unaufdringlicher“

Mezgolits dazu: „Eine Urnenmauer ist schwer umzusetzen. Unsere ist eine zierlichere Variante, schöner, unaufdringlicher und die Säulen können freistehend untergebracht werden.“

Mehrheitlich beschloss die ÖVP diese Variante. „Eine Säule kostet rund 1.900 Euro, vier sind derzeit im Budget eingeplant“, so Mezgolits. Diese sollen auf einem freien Grab im oberen Bereich an einem der Hauptwege aufgestellt werden.