"Geht doch!"-Aktion: 2 Beine statt 4 Räder. Ein Selbstversuch will Eisenstädter ermuntern, öfter das Auto stehen zu lassen und zu Fuß zu gehen. Am 21. Juni geht‘s los.

Von Markus Kaiser. Erstellt am 17. Juni 2021 (04:17)
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Fußgeher. Vizebürgermeister Istvan Deli und Otto Kropf, Beatrix Wagner, Richard Mikats, Bürgermeister Thomas Steiner, Heidi Hahnekamp, Waltraud Bachmaier, Anja Haider-Wallner, Michael Freismuth und Gery Hicke (v.l.).
zVg

Während im Österreich-Schnitt im Jahr 1995 noch rund 27 Prozent der Alltagswege zu Fuß zurückgelegt wurden, waren es 20 Jahre später nur mehr 18 Prozent. Und: Jede zehnte Autofahrt hat Gehdistanz-Länge (1,4 Kilometer). Diese beiden Statistiken des VCÖ sind die Grundlage dafür, dass immer mehr Städte das Zu-Fuß-Gehen stärken wollen. Da aufgrund ihrer Größe – und nicht zuletzt auch Schönheit – die Landeshauptstadt besonders dafür geeignet wäre, startet eine Gruppe von Lokalpolitikern nun einen Selbstversuch: Sie wollen 12 Tage lang berufliche wie private Termine zu Fuß erledigen.

Bürgermeister Thomas Steiner dazu: „Das ist mit Sicherheit eine Herausforderung, aber wir wollen zeigen, dass man in der kleinsten Großstadt der Welt gut zu Fuß ist.“ Gemeinsam mit Politikern von ÖVP, SPÖ und den Grünen lädt er die Eisenstädter ein, mitzumachen. Wer sich auf eisenstadt.at/gehtdoch anmeldet, bekommt ein Sport-Leiberl und wer von 21. Juni bis 2. Juli besonders fleißig gegangene Kilometer sammelt, kann Eisenstadt-Gutscheine gewinnen.