Großhöflein: Heiraten in Coronazeiten. Um ihrer Enkelin Stefanie eine wunderschöne Hochzeit zu ermöglichen, legten sich Großeltern ins Zeug.

Von Doris Fischer. Erstellt am 14. August 2020 (05:19)
Gefeiert. Das Brautpaar Michael und Stefanie Meth mit den Großeltern Gertraud und Rudolf Ehrlich (vorne) sowie Mutter Renate und Schwester Cornelia Ehrlich im wunderschön dekorierten Garten der Großeltern.
zVg/privat

Es hätte eine Hochzeit mit 140 Leuten werden sollen – so war es zumindest geplant. Aber dann kam Corona und machte den Plan von Stefanie Ehrlich und Michael Meth zunichte. „Verschieben kam für uns absolut nicht in Frage“, versichert das seit Kurzem frisch vermählte Paar. Denn es wurde kurzerhand umdisponiert.

Aus den 140 Gästen wurden schließlich 37 Familienangehörige und Freunde.

„Corona hat uns alle eingeschränkt, auch uns in unseren Hochzeitsvorbereitungen. Doch viel schlimmer als die Gedanken über die Hochzeit war es, dass wir unsere geliebten Großeltern nicht sehen durften, merkt Stefanie Meth an. Aber es hat sich noch alles zum Guten gewendet. Es konnte im Hof der Großeltern geheiratet und auch gefeiert werden. Um das zu ermöglichen, haben sich die Großeltern Gertraud und Rudolf Ehrlich sowie Mutter Renate Ehrlich ins Zeug gelegt. Der Hof wurde ausgemalt, Sitzgelegenheiten beschafft, ein Pavillon aufgestellt und für die Blumendekoration gesorgt. „Sie haben uns so den schönsten Tag beschert“, freut sich das frisch vermählte Paar, das gerade im Südburgenland seine Flitterwochen verbringt. „Das Allerschönste war für mich, dass mich mein Opa zum Traualtar geführt hat“, ist Stefanie stolz.