Sorgen um 200.000 Euro in Großhöflein. Der BVZ liegen Unterlagen vor, dass Großhöflein Commerzialbank-Einlagen hat. Was damit nun passiert, ist ungewiss.

Von Doris Fischer und Markus Wagentristl. Erstellt am 24. Juli 2020 (06:11)
Ein Rücklagen-Nachweis bestätigt die Einlage über 196.907,13 Euro bei der Skandal-Bank.
FLG

Von der Einstellung der Geschäftstätigkeit der Commerzialbank wegen mutmaßlicher Bilanzfälschung sind über zehntausend Privatkunden sowie mehrere Gemeinden im Bezirk Mattersburg betroffen. Nun wurde bekannt, dass auch eine Gemeinde aus dem Bezirk Eisenstadt-Umgebung betroffen ist: Großhöflein. Die Einlagensicherung gilt nicht für Gemeinden, was mit dem veranlagten Geld nun passiert, ist ungewiss.

Wie die BVZ von der Freien Liste Großhöflein FLG anhand Belegkopien erfuhr (siehe Bild), hat die Gemeinde 196.907,13 Euro bei der Commerzialbank veranlagt. Der Beschluss zur Veranlagung fiel 2015, Bürgerlisten-Kollege Rudolf Moor habe damals davor gewarnt, so Andreas Kuchelbacher zur BVZ. Was er besonders kritisiert: „Seit 2017 gibt es keinen gültigen Beschluss zur weiteren Veranlagung bei der Commerzialbank. Der Beschluss im Jahr 2015 war für die Veranlagung für zwei Jahre. Natürlich gilt die Unschuldsvermutung, aber ich frage mich da schon, ob dann nicht die Gesamthaftung bei Bürgermeister Heinz Heidenreich liegt.“

Vizebürgermeisterin Maria Zoffmann (ÖVP) widerspricht der Darstellung: „Das Geld wurde 2013 unter Bürgermeister Wolfgang Rauter von der Bürgerliste angelegt und 2015 – dann unter Bürgermeister Heidenreich – ohne Gegenstimme bestätigt.“ Die Commerzialbank habe damals die besten Zinsen angeboten, erinnert sie sich.

Heidenreich hofft auf Landeshilfe

Dass die Gemeinde knapp 200.000 Euro bei der Commerzialbank veranlagt hat, bestätigt auch Bürgermeister Heinz Heidenreich (SPÖ). „Mit dem hat keiner rechnen können“, fasst Bürgermeister Heidenreich die Causa Commerzialbank zusammen. Er versucht nun, das Bestmögliche für die Gemeinde herauszuholen. Rechtliche Schritte werden in Erwägung gezogen. Am Mittwoch gab es ein Gespräch mit Landeshauptmann-Stellvertreterin Astrid Eisenkopf (SPÖ) mit den betroffenen Gemeinden. „Wenn man da sieht, mit wie viel Geld da Gemeinden