Plastik reduzieren. Das Bewusstsein für Nachhaltigkeit ist mit dem Zero Waste-Trend in den vergangenen Jahren gewachsen. Mittlerweile gibt es viele gute Alternativen zu Plastikverpackungen.

Erstellt am 10. Juni 2021 (00:00)
440_0008_8090336_bvz23nachhaltig_ecoKitchen2 (Large) Symbolbild
Symbolbild 
Shutterstock/Switlana Sonyashna

Ohne große wirtschaftliche Anreize durch die Politik gibt es in der Industrie meist kein klares Umdenken in Richtung Nachhaltigkeit. Daher muss vor allem im Privatbereich für Veränderung gesorgt werden.

Durch unser Kaufverhalten können wir viel zur Veränderung beitragen. Denn würden wir beispielsweise alle aufhören Plastik-Küchenzubehör zu kaufen, dann müsste der gesamte Wirtschaftszweig umdenken und zu alternativen Materialien greifen.

  • Wer nachhaltig leben möchte, sollte sich beim Neukauf von Produkten generell fragen:
  • Nach welchen Kriterien entscheide ich, welches Produkt ich kaufe? (muss es immer das günstigste Produkt sein?)
  • Gibt es zum Plastik-Produkt Alternativen aus anderem Material wie zum Beispiel Holz oder Metall?
  • Benötige ich das wirklich? (dadurch kann Massenkonsum reduziert werden)

Tipps für einen nachhaltigen Haushalt

Im Haushalt lauern zahlreiche Umweltsünden auf uns. Dies fängt bei Alu- oder Klarsichtfolie zum Einwickeln von Lebensmitteln an, geht über Vorratsdosen, Schneidebretter und Party-Geschirr aus Plastik, bis hin zu Unmengen an Einweg-PET-Flaschen, die nach sehr kurzer Zeit im Müll landen. Doch für all diese Umweltsünden gibt es auch smarte Alternativen.

Butterbrotpapier und Jausenboxen aus Edelstahl : Klarsichtfolien bestehen aus Plastik, das mehr als 400 Jahre lang nicht verrottet. Die Aluminiumherrstellung ist ebenso umweltschädlich. Wer darauf verzichten möchte, findet in Butterbrotpapier, Sandwich-Tüten aus Baumwolle oder wiederverwendbaren Jausenboxen aus Edelstahl oder Bioplastik (etwa aus Zuckermasse oder Bambus) umweltfreundliche Alternativen.

PET-Flaschen meiden: Eine der umweltbelastendsten Erfindungen überhaupt sind Getränke in Plastikflaschen. Sie landen viel zu oft am Straßenrand oder im Meer, wo sie viele Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte herumtreiben und Tiere gefährden. Zudem befinden sich in vielen Kunststoffarten Weichmacher, die gesundheitsschädlich sind. Die beste Alternative sind daher Trinkflaschen aus Glas oder Edelstahl.

Da das österreichische Trinkwasser von sehr hoher Qualität ist, können auch Wassersprudler helfen, einiges an Plastik zu sparen.

Kompostierbares Partygeschirr : Plastikteller, -becher, Trinkhalme und Besteck werden bald der Vergangenheit angehören. Geschirr aus nachwachsenden Rohstoffen, wie Palmblättern, Zuckerrohr, Weizenkleie, Papier oder Pappelholz sind bereits auf dem Vormarsch. Nach Gebrauch landet alles im Biomüll.

Das plastikfreie Badezimmer

Im Badezimmer lauert oft vor allem eines: Mikroplastik, das in zahlreichen Produkten (Zahnpasta, Peelings, Make-up, etc.) enthalten ist und im Abwasser landet. Mithilfe von verschiedenen Apps, kann man Produkte, die Mikroplastik enthalten, erkennen und gegen mikroplastik-freie Alternativen tauschen.

Fest statt flüssig: Wer sich im Badezimmer umsieht, stellt schnell fest, dass fast alle Produkte in Plastikflaschen verpackt sind. In zahlreichen flüssigen Produkten wie zum Beispiel Shampoo, Duschgel oder Seife steckt sogar flüssiges Plastik.

Der einfachste Trick, um jährlich kiloweise Müll einzusparen, ist, auf feste Seife und Shampoos umzusteigen. Mittlerweile gibt es sogar auch wunderbar duftende und pflegende feste Spülungen fürs Haar.

Zähneputzen ohne Plastik: Eine Handzahnbürste sollte mehrmals im Jahr gewechselt werden. Im Laufe eines Lebens benutzt ein Mensch folglich zirka 200 bis 250 Zahnbürsten. Der Großteil davon ist aus Plastik. Immer mehr Unternehmen bieten jedoch Alternativen aus Bambus oder Naturholz an.

Ein weiterer Schritt für ein plastikfreies Badezimmer wäre Zahnpasta aus dem Unverpackt-Laden oder Zahnputz-Tabs.

Plastikfrei rasieren: Rasierhobel statt Einwegrasierer aus Plastik sind ein weiterer no-plastic-Hack fürs Bad.