Die Klassiker im Osternest. Hochsaison bei den „Oster-Giganten“ Schlögl-Ei und Hauswirth; Corona hat aber auch hier Spuren hinterlassen.

Von Birgit Böhm-Ritter und Alexandra Gollubics-Prath. Erstellt am 25. März 2021 (05:34)
Fixer Bestandteil vieler Osternester: Bunte Eier aus dem Hause Schlögl
BVZ

Rund eine halbe Million Ostereier werden derzeit pro Tag in der Färbehalle von Schlögl-Ei in Draßmarkt produziert. Aber auch auf den österreichischen Marktführer zeigt die Corona-Krise Auswirkungen. „Das Ostergeschäft ist ein wenig schwächer als noch 2019“, so Geschäftsführerin Barbara Schlögl: „Bei den Frischeiern haben wir 25 bis 30, bei den Ostereiern rund 30 Prozent Einbußen.“

Bemerkbar mache sich vor allem der fehlende Absatz seitens Hotellerie und Gastronomie, schildert die Firmenchefin. Bodenhaltungseier, die – wie mit den Bauern vertraglich vereinbart – täglich abgenommen werden müssten, könnten oft nicht weiterverkauft werden. Der Endkonsument greife nämlich verstärkt zu alternativen Haltungsformen, was sich auch im Trend zu Bio-Ostereiern zeige – die Nachfrage sei sogar größer als das Angebot. Vor allem Proteste in Gemeinden würden potenzielle Produzenten im Land verschrecken, heißt es.

Hauswirth: Endspurt in der Hasenproduktion

Zwischen 1.500 und 2.000 Tonnen Hohlfiguren laufen in der Kittseer Schokoladenproduktion der Familie Hauswirth jährlich vom Band. Die Nikolo- und Osterhasensaison überschneidet sich dabei in der Produktion.

Die ersten Maschinen werden bereits im Oktober auf Osterprodukte umgestellt, seit Anfang Dezember ist die Konzentration nun voll auf die Schokoladenhasen gerichtet. Das Sortiment im Traditionsbetrieb reicht von kleinen 10 Gramm - Figuren bis zu 400 Gramm schweren Schokohasen.

Schokohasen made by Hauswirth.   
Privat

Die Supermärkte haben ihre Bestellmengen heuer etwas verringert. „Unsere Produkte sind Geschenksartikel, – wenn aufgrund von Corona die sozialen Kontakte eingeschränkt werden müssen, wird auch weniger verschenkt“, sagt Peter Hauswirth.

Was den Umsatz im vergangenen Jahr aber wirklich geschwächt hat, sind die ausgebliebenen Besucher im Werk. Statt 100 Busse täglich, waren es im vergangenen Jahr insgesamt nur fünf Busse, die die Kittseer Produktionsstätte anfuhren.