Vossen: Start für Export in die USA und China. Der Jennersdorfer Textilerzeuger Vossen bilanzierte über das Jahr 2020 und gibt seine Strategie für das heurige Jahr vor.

Von David Marousek. Erstellt am 05. Mai 2021 (03:45)
Die beiden Geschäftsführer Paul Mohr und Werner Blohmann bilanzierten das Jahr.   
Marousek

Das vergangene Jahr ging auch am Textil-Riesen Vossen nicht spurlos vorbei. Vor allem der seit Dezember bestehende Lockdown in Deutschland, dem größten Abnehmerland des Unternehmens, machte der Führungsetage Sorgen. Durch eine laut Geschäftsführer Werner Blohmann „sensationelle Leistung“ der Mitarbeiter konnte Vossen dennoch die Umsatzerlöse um 3,7 Prozent auf 36,2 Millionen Euro steigern. Das Unternehmen exportiert rund 65 Prozent seiner Produkte ins Ausland.

„Die DACH-Region Österreich, Schweiz und Deutschland, machen rund 80 Prozent unseres Umsatzes aus“, erklärte Geschäftsführer Paul Mohr. Vor vier Jahren habe man stark in den eigenen Webshop investiert und eine E-Commerce-Abteilung gegründet. Dies sei während der Coronapandemie zu einer „glücklichen Fügung“ geworden. Der „Brexit“ genannte Austritt der Briten aus der EU, sei im Gegensatz zur Pandemie laut Blohmann „etwas untergegangen.“

Dafür werden in den nächsten Wochen ein Lager in den USA und der erste Vossen-Store in China eröffnet. Auch die Gespräche mit einem Nachfolger für Werner Blohmann, dessen Vertrag von der Eigentürmer-Firma „Linz Textil“ trotz bestem Ergebnis seit Übernahme nicht verlängert wird und Ende des Jahres ausläuft, seien bereits fortgeschritten. „Es gibt einen Nachfolger, wir präsentieren ihn, wenn die Tinte auf dem Vertrag trocken ist“, fasste sich Friedrich Schopf von der Mutterfirma kurz. Die Gründe für den Abgang bleiben laut Schopf „intern“, sie sollen jedoch nichts mit Blohmanns Arbeit zu tun haben. Dieser habe vor im Südburgenland zu bleiben: „Ich bleibe privat sicher hier und werde die Fühler ausstrecken.“